Reiseveranstalter haftet nicht für Ausrutschen eines Reisenden auf frisch gewischtem Boden im Flughafengebäude

15. Juni 2019, Allgemein, Fluggastrechte, Reiserecht, Vertragsrecht, Zivilrecht

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Im Mai 2015 wollte eine Reisende nach ihrem Urlaub nach Hause zurückfliegen. Im Flughafengebäude rutsche sie dabei auf dem frisch gewischten Boden vor der Anzeigetafel aus und verletzte sich an der linken Schulter. Sie bemängelte nachfolgend, dass kein Warnschild vor der Rutschgefahr gewarnt hatte. Dafür machte sie die Reiseveranstalterin … mehr

Verpassen des Anschlussflugs wegen Verspätung des Zubringerfluges begründet Anspruch auf Entschädigung

8. Juni 2019, Allgemein, Fluggastrechte, Reiserecht, Vertragsrecht, Zivilrecht

Verspätet sich der Zubringerflug und wird deshalb der Anschlussflug verpasst, so begründet dies eine Haftung für das, den Zubringerflug durchführende, Unternehmen. Die Kläger des zugrunde liegenden Falls hatten Flüge von Delhi nach Frankfurt mit Weiterflug von Frankfurt nach Dresden gebucht. Aufgrund eines Streiks wurden diese Flüge annulliert. Daraufhin wurden die Kläger auf andere Flüge umgebucht, … mehr

Abflugverspätung führt zur Unmöglichkeit der Landung am Zielort aufgrund Gewitters: Fluggast hat Anspruch auf Entschädigung

22. Mai 2019, Allgemein, Fluggastrechte, Reiserecht

Kommt es zu einer Ankunftsverspätung von über drei Stunden, weil das Flugzeug wegen eines Gewitters am Zielort nicht landen konnte, so hat der Fluggast einen Anspruch auf Entschädigung nach der Fluggastrechteverordnung, sofern der Flug bereits verspätet gestartet ist und im Zeitpunkt der planmäßigen Landung die Wetterlage noch unproblematisch war. Auf einen außergewöhnlichen Umstand im Sinne … mehr

Kein Anspruch auf Entschädigung für Flugverspätung nach Reifenpanne durch Schraube auf Start- oder Landebahn

19. Mai 2019, Allgemein, Fluggastrechte, Reiserecht, Vertragsrecht, Zivilrecht

Ein Fluggast und Germanwings streiten vor dem Landgericht darüber, ob wegen der Verspätung eines Flugs eine Ausgleichszahlung zu leisten ist. Der Kläger buchte bei der Beklagten einen Flug von Dublin (Irland) nach Düsseldorf. Dieser Flug wurde mit einer Ankunftsverspätung von drei Stunden und 28 Minuten durchgeführt. Die Airline lehnte die verlangte Ausgleichszahlung mit der Begründung … mehr

Todesangst bei der Urlaubsrückreise kann Schadensersatz auslösen

6. Mai 2019, Allgemein, Fluggastrechte, Reiserecht, Vertragsrecht, Zivilrecht

Im zugrunde liegenden Fall klagte ein Ehepaar gegen den Reiseveranstalter. Das Ehepaar hatte eine Pauschalreise beim Beklagten gebucht und den Reisepreis bezahlt. Die Reise selbst fand wie geplant statt. Auf dem Rückweg mussten die Kläger vom Hotel mit einer Fähre zum Flughafen fahren. Hierbei kam es schließlich zu erheblichen Problemen. Die Fähre verspätete sich aufgrund … mehr

Kein Anspruch auf Entschädigung für verpassten Rückflug bei unmissverständlichen Hinweisen zu Abflug- und Transferzeiten

2. Mai 2019, Allgemein, Fluggastrechte, Reiserecht, Vertragsrecht

Die Klägerin des zugrunde liegenden Verfahrens buchte für sich, ihren Ehemann und zwei Kinder eine Pauschalreise vom 24.12.2017 bis 05.01.2018 nach Ägypten. Sie behauptete, es habe vor Ort keine Informationen über den Rückflug und den Transfer zum Flughafen gegeben. Es sei an der Tafel ein Blatt Papier angeheftet gewesen, das als Abreiseinformation bezeichnet worden sei. … mehr

Keine Aushändigung einer schriftlichen Information über Fluggastrechte durch Fluggesellschaft rechtfertigt Beauftragung eines Rechtsanwalts

19. April 2019, Allgemein, Fluggastrechte, Reiserecht, Vertragsrecht

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Ein Ehepaar wollte vom Flughafen Köln/Bonn nach Berlin fliegen. Der Flug wurde jedoch kurzfristig annulliert. Eine schriftliche Information über ihre Rechte nach einer Flugannullierung erhielt das Paar durch die Fluggesellschaft nicht ausgehändigt. Das Ehepaar wandte sich in der Folge an einen Rechtsanwalt, der die Fluggesellschaft außergerichtlich zur Zahlung einer … mehr

Eintrittspflicht der Reiserücktrittsversicherung bei nicht möglichem Reiseantritt wegen Durchfalls

4. April 2019, Allgemein, Reiserecht, Versicherungsrecht, Vertragsrecht

Im zugrundeliegenden Fall gab das Gericht dem Kläger Recht, der aufgrund einer Durchfallerkrankung eine gebuchte Reise nach entsprechender Anzeige nicht angetreten hatte und daraufhin seine Reiserücktrittsversicherung betreffend der entstandenen Kosten in Anspruch nehmen wollte. In der vorliegenden Reiserücktrittsversicherung liegt nach Ansicht des Gerichts ein Versicherungsfall nach den vereinbarten Versicherungsbedingungen u. a. dann vor, wenn die … mehr