Vom Erben gezahlte Steuerberaterkosten für berichtigte Steuererklärungen mindern die Erbschaftsteuerlast

15. Oktober 2019, Allgemein, Erbrecht, Steuerrecht

Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat entschieden, dass die Kosten, die im Zusammenhang mit der Erstellung korrigierter Steuerklärungen anfallen, als Nachlassverbindlichkeiten von der Erbschaftssteuer abgezogen werden können. Die Verpflichtung, unvollständige Steuererklärungen zu berichtigen, gehe auf die Erben über. Kommen diese ihrer Nacherklärungspflicht nach, erfüllen sie eine bereits bestehende Verpflichtung des Erblassers, so das Gericht. Für ein Herrühren … mehr

Erst nach dem Erbfall in Erscheinung getretene vom Erblasser verursachte Gebäudeschäden rechtfertigen keinen Abzug der Reparaturkosten als Nachlassverbindlichkeiten

11. Oktober 2019, Allgemein, Erbrecht, Steuerrecht

Sofern die jeweiligen Freibeträge ausgeschöpft sind, schlägt die Erbschaftssteuer bei Betreffenden mitunter ganz erheblich zu Buche. Bei der Berechnung der Erbschaftssteuer sind die Nachlassverbindlichkeiten deshalb ein maßgebliches Kriterium um die Belastung zu senken. In diesem Zusammenhang hat der BFH nun aber entscheiden, dass die Kosten für Reparaturen von vom Erblasser verursachten Schäden an einem Gebäude … mehr

Kein Anspruch auf Kindergeld: Berufsbegleitende Weiterbildung ist nicht mehr Teil der Erstausbildung

7. Oktober 2019, Allgemein, Familienrecht, Steuerrecht

Für viele Menschen sind die Voraussetzungen, unter denen Kindergeld gewährt wird, nicht bekannt. Die Kindergeldstellen geben hierzu zwar auf Nachfrage Auskunft, im Vorfeld muss man sich aber durch unübersichtliche und teils schwer verständliche Broschüren quälen. Oftmals geht es aber ohnehin um Wertungsfragen, die sich gar nicht schematisch darstellen lassen. Gerade zur Problematik, was noch als … mehr

Mietvertrag zwischen Lebensgefährten über hälftige Nutzung der gemeinsam bewohnten Wohnung steuerlich nicht anzuerkennen

3. Oktober 2019, Allgemein, Familienrecht, Steuerrecht

Um die Steuerlast zu senken, gibt es die einfallsreichsten Methoden. Gerade den Reichsten wird auch immer wieder vorgeworfen, durch Steuersparmodelle, die für sie von Experten entwickelt worden seien, den Staat um seine berechtigten Einnahmen zu prellen. Dass es auch im Kleinen diese Versuche gibt, zeigt der vorliegende Fall: Die spätere Klägerin war Eigentümerin einer Immobilie … mehr

Zu Unrecht erhaltenes Kindergeld ist auch bei Überweisung auf Konto eines Dritten von Leistungsempfänger an Familienkasse zurückzuzahlen

25. September 2019, Allgemein, Familienrecht, Steuerrecht

Das Kindergeld als Steuervorteil nach dem Einkommenssteuergesetz ist regelmäßig fester Bestandteil der Finanzplanung innerhalb der Familien, die es beziehen. Dabei soll das Kindergeld tatsächlich dem Kind und dessen Bedürfnissen zu Gute kommen. Oftmals wird aber übersehen und dann leider auch viel zu spät gemeldet, dass in zahlreichen Konstellationen schon vor Erreichen der Bezugsaltersgrenze der Anspruch … mehr

Ausbildungswilligkeit des Kindes kann durch nachträgliche Erklärung nachgewiesen werden

5. September 2019, Allgemein, Familienrecht, Steuerrecht

Das in aller Regel als Steuererleichterung gewährte staatliche Kindergeld ist für viele Familien als Unterstützungsleistung unerlässlich, lassen sich hierdurch doch wesentliche Ausgaben für die Kinder bestreiten oder finanzielle Engpässe überbrücken. Umso wichtiger ist es, notwendige Anträge und Erklärungen rechtzeitig abzugeben, um sich auch nach einer etwa längeren Prüfdauer durch die Kindergeldstellen die Ansprüche möglichst frühzeitig … mehr

Kein Kindergeldanspruch für Zweitausbildung bei Aufnahme einer Vollzeittätigkeit nach Abschluss der Erstausbildung

14. August 2019, Allgemein, Familienrecht, Steuerrecht

Staatliche Leistungen für Kinder erfreuen sich seit jeher besonderer Beliebtheit und haben gerade in den letzten Jahren stark zugenommen. Sie sind ein beliebtes Instrumentarium des Staates um durch Vergünstigungen und Zuwendungen die Kinderzahlen zu beeinflussen. Aus Sicht der Familien wirken sie sich vor allem auf deren Budget aus und haben unmittelbar Effekt auf Unterhaltsverpflichtungen. Bekanntlich … mehr

Ausgleichszahlungen zur Abfindung eines Versorgungsausgleichsanspruchs als Werbungskosten abziehbar

5. Juli 2019, Allgemein, Familienrecht, Steuerrecht

Immer wieder versuchen Steuerpflichtige, die Kosten eines Scheidungsverfahrens, die mitunter ganz erheblich ausfallen können, bei ihrer Einkommensteuerermittlung als berücksichtigungsfähige Belastungen mit anzusetzen, in aller Regel ohne Erfolg. Demgegenüber können die im Zusammenhang mit dem Scheidungsverfahren stehenden Ausgleichszahlungen zur Abwendung eines Versorgungsausgleichsanspruches durchaus als abzugsrelevante Werbungskosten gelten. Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat in diesem Zusammenhang entschieden, dass … mehr