Kein Verlust des Kindergeldanspruchs bei Unterbrechung des Freiwilligen Sozialen Jahrs wegen Krankheit

2. Juli 2020, Allgemein, Familienrecht, Steuerrecht

Der Weiterbezug von Kindergeld nach Abschluss der allgemeinen Schulausbildung ist an strenge Vorgaben geknüpft. Insbesondere droht bei einem Abbruch einer Ausbildung, schlichtem Verbummeln von Zeit etc. die Einstellung des Bezuges von Kindergeld. Für die betreffenden Zeiträume bereits gezahltes Kindergeld ist zurückzuerstatten. Anderes gilt bei einer krankheitsbedingten Unterbrechung der Ausbildung. Im zu entscheidenden Fall hatte das … mehr

Haftungsbeschränkung nach § 2059 Abs. 1 BGB gilt nicht für Erbschaftsteuerschulden

18. Juni 2020, Allgemein, Erbrecht, Steuerrecht

Nach einer aktuellen Entscheidung des BFH besteht keine Verpflichtung des Finanzamtes, wegen gegenüber einzelnen Erben festgesetzter Erbschaftssteuer vorrangig in den Nachlass zu vollstrecken. Es besteht damit grundsätzlich die Möglichkeit, dass das Finanzamt auch unmittelbar dem jeweiligen Steuerschuldner zustehende und nicht über die Erbschaft erlangte Vermögenswerte zu pfänden. Der BFH ist der Auffassung, dass sich aus … mehr

Erbe und Schenkungen an nur biologisches Kind sind nicht steuerprivilegiert

2. Juni 2020, Allgemein, Erbrecht, Steuerrecht

Wenn es um vermögenswerte Zuwendungen an die eigenen Kinder – sei es durch Schenkung zu Lebzeiten oder als Erbschaft – geht, ist immer auch entscheidend, ob hierauf eine Steuerlast anfällt oder nicht. Abkömmlinge des Erblassers werden dabei in die günstigere Steuerklasse I nach dem Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz eingeordnet. Zudem erhalten Abkömmlinge einen Freibetrag in Höhe … mehr

Keine Erbschaftsteuerbefreiung für ein Familienheim bei dreijähriger Renovierungsphase

22. Mai 2020, Allgemein, Erbrecht, Steuerrecht

Im Bereich des Erbschaftssteuerrechts maßgeblicher Befreiungstatbestand, der oftmals den Anfall von Erbschaftssteuer insgesamt verhindert, ist die Privilegierung des Familienheims, wenn dieses im Anschluss an den Erbfall für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren eigengenutzt wird. Gerade weil dieser Befreiungstatbestand sich ganz erheblich auswirkt, sind an dessen Vorliegen strenge Voraussetzungen geknüpft. Das Finanzgericht Münster hat in … mehr

Verpflichtung zur Weitergabe der Erbschaft stellt keine abzugsfähige Nachlassverbindlichkeit dar

2. Mai 2020, Allgemein, Erbrecht, Steuerrecht

Wer kinderlos zu versterben droht und auch sonst keine näheren Angehörigen als Erben in Betracht zieht, ist verständlicherweise geneigt, anderen nahestehenden Personen aus dem täglichen Leben die Erbschaft zuwenden zu wollen. Oftmals ist dies auch mit einem karitativen Zweck verbunden. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, wer wirklich zum Erben berufen werden soll. Bei der Gestaltung … mehr

Erbfallkostenpauschale ist auch ohne Tragung der Beerdigungskosten anzusetzen

18. April 2020, Allgemein, Erbrecht, Steuerrecht

Im Zusammenhang mit der Festsetzung etwa anfallender Erbschaftssteuer stehen dem Steuerschuldner im Zusammenhang mit der Erbschaft auch diverse Kostenpauschalen zu. So regelt beispielsweise § 10 Abs. 5 Nummer 3 Satz 2 Erbschaftssteuergesetz eine sogenannte Erbfallkostenpauschale in Höhe von 10.300 €. Diese Pauschale kann also in jedem Fall beantragt und abgesetzt werden. In diesem Zusammenhang hat … mehr

Ex-Partner muss auch nach Trennung in Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer für Zeit des Zusammenlebens einwilligen

6. April 2020, Allgemein, Familienrecht, Steuerrecht

Ein Ehepartner ist auch nach der Trennung dem anderen gegenüber verpflichtet, in eine von diesem für die Zeit des Zusammenlebens gewünschte Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer einzuwilligen, wenn dadurch dessen Steuerschuld verringert wird und der auf Zustimmung in Anspruch genommene Ehepartner keiner zusätzlichen steuerlichen Belastung ausgesetzt ist. Denn Ehepartner sind einander grundsätzlich verpflichtet, die finanziellen Lasten des … mehr

Prozesskosten zur Erlangung nachehelichen Unterhalts sind bei Realsplitting als Werbungskosten abzugsfähig

29. März 2020, Allgemein, Familienrecht, Steuerrecht

Im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung und der diesbezüglich anfallenden Anwalts- und Gerichtskosten kommt es immer wieder zum Versuch der Steuerschuldner, diese Aufwendungen im Rahmen der Einkommensteuerlast als abzugsfähige Belastungen geltend zu machen. Dem wird durch die Finanzämter und Finanzgerichte regelmäßig eine Absage erteilt. Nunmehr hat in diesem Zusammenhang das Finanzgericht Münster entschieden, dass jedenfalls … mehr