17. Januar 2017, Allgemein

Ein Internet-Händler, der auf einer Handelsplattform (hier Amazon) im eigenen Namen ein Verkaufsangebot veröffentlichen lässt, obwohl er dessen inhaltliche Gestaltung nicht vollständig beherrscht, weil dem Plattformbetreiber die Angabe und Änderung der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) vorbehalten ist, haftet für den infolge unzutreffender Angaben irreführenden Inhalt seines Angebots. Dies sogar ausdrücklich dann, wenn er selbst nicht unmittelbar die falsche unverbindliche Preisempfehlung ändern oder ausblenden lassen kann.17
Die irreführende Werbung mit einer nicht mehr bestehenden Herstellerpreisempfehlung ist regelmäßig geeignet, den Verbraucher im Sinne des § 5 Abs. 1 Satz 1 UWG zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er sonst nicht getroffen hätte.
Gewerbliche Händler müssen dementsprechend sorgfältig das eigene Angebot prüfen und ggf. sogar Angebote bis zu einer Richtigstellung abschalten.

(vgl. Urteil des BGH vom 03.03.2016 – I ZR 110/15)

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