14. Dezember 2019, Allgemein, Familienrecht

Bei gemeinsamer Sorge beider Elternteile haben Vater und Mutter sich bei Entscheidungen von besonderer Bedeutung für das Kind zu einigen und ins Benehmen zu setzen. Anderenfalls muss das Gericht diese Entscheidung treffen.

Die Frage, welcher Kindergarten besucht werden soll, ist eine solche Entscheidung von besonderer Bedeutung.

Können sich die Eltern nicht einigen, überträgt das angerufene Gericht die Entscheidungsbefugnis in diesem Punkt auf einen Elternteil.

Wenn aber das Gericht einmal eine solche Entscheidung getroffen hat, lässt diese sich in aller Regel nicht durch das nächsthöhere Gericht abändern, auch wenn dieses im Gegensatz zum erstinstanzlichen Gericht den anderen Elternteil für besser geeignet hält, eine am Kindeswohl orientierte Entscheidung zu treffen.

Weil dem Kind in erster Linie Stabilität zu vermitteln sei, komme ein neuerlicher Kindergartenwechsel in aller Regel nicht mehr in Betracht, da dies eine abermalige Eingewöhnung erforderlich mache, die nicht dem Kindeswohl entspreche.

Anders wird dies sicherlich dort zu beurteilen sein, wo der Besuch des zuerst gewählten Kindergartens für sich genommen schon kindeswohlgefährdend ist, mithin der neuerliche Wechsel trotz der abermaligen Eingewöhnungszeit eine bestehende Kindeswohlgefährdungen beseitigt.

 

Bei allen Fragen rund um das Thema Familienrecht unterstützt Kanzlei WBK gerne berät sie kompetent sowie Jungs orientiert.

Profitieren Sie von unserem Service einer kostenlosen Ersteinschätzung um zu erfahren, ob Einschaltung eines Anwaltes sinnvoll ist.

Übersicht