29. Oktober 2018, Allgemein

Die Teilnahme an einem Betriebs­fußball­turnier steht nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn es nicht Bestandteil einer von der Beschäftigten­versicherung umfassten betrieblichen Gemeinschafts­veranstaltung ist. Der Maßstab dafür ist, dass alle Betriebsangehörigen, auch die nicht Sport interessierten, einbezogen werden müssen.

Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts gilt ein solches Turnier nur dann als betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung, und steht damit unter Versicherungsschutz, wenn es im Rahmen einer Veranstaltung stattfindet, die alle Betriebsangehörigen, auch die Nichtsportinteressierten, einbeziehe. Dafür muss das Tagesprogramm sind auch an letztere richten und Alternativen zum Sport anbieten.
Fehlt es daran, liegt keine betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung vor.

Auch wies das Gericht darauf hin, dass beispielsweise eine rechtlich unzutreffende Auffassung des Unternehmens und seiner Beschäftigten, eine bestimmte Verrichtung stehe im sachlichen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit und damit unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, keinen Versicherungsschutz zu begründen vermag(vgl. BSG, Urteil vom 13.12.2005, B 2 U 29/04 R). Auch im hier entschiedenen Fall kann kein Versicherungsschutz damit begründet werden, dass der verletzte Kläger und seine Arbeitgeberin die Überzeugung gehabt hätten, es handele sich um eine versicherte, betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung.

Die  Kanzlei WBK steht Ihnen im Bereich des Sozialrechts, insbesondere wenn es um Ansprüche der gesetzlichen Unfallversicherung, Probleme mit Ansprüchen der Krankenversicherung, Ansprüche rund um das Arbeitslosengeld und gleichartigen Ansprüchen, beratend und vertretend zur Seite.

Nutzen Sie unseren Service der kostenfreien Ersteinschätzung. Gerne beraten wir Sie, ob die Einschaltung eines Anwalts in Ihrem Fall sinnvoll ist.

 

Übersicht